Vita

Der Italiener Alessandro Crudele ist im Begriff, sich als einer der herausragendsten und vielseitigsten Dirigenten seiner Generation einen Namen zu machen.

In seiner noch jungen Karriere leitete er schon die Bamberger und die Berliner Symphoniker, das Melbourne Symphony Orchestra, das Israel Symphony Orchestra, das Orchestra Sinfonica Arturo Toscanini, das Orchestra dell’Accademia del Teatro alla Scala, das North Czech Philharmonic Orchestra und das Brno Philharmonic. Zu seinen unmittelbar bevorstehenden Engagements zählen die Zusammenarbeit mit dem Slovak Philharmonic Orchestra, dem Johannesburg Philharmonic Orchestra und dem KZN Philharmonic Orchestra sowie eine Konzertreise mit Sinfonia Rotterdam und eine erneute Einladung des North Czech Philharmonic Orchestra.

1999 wurde Alessandro Crudele zum Chefdirigenten des Orchestra dell’Università degli Studi di Milano ernannt. Dieses Orchester erlangte in nur zweijähriger Arbeit unter seiner Leitung beachtliche Anerkennung und arbeitet heute mit international renommierten Solisten wie etwa Paul Badura-Skoda, Kolja Blacher, Enrico Dindo, Stefan Dohr, Viviane Hagner, Karl Leister, Albrecht Mayer, Gerhard Oppitz, Vadim Repin, Fazil Say und Lilya Zilberstein zusammen. Im Jahr 2005 sendete der WDR einen Konzertmitschnitt, der anlässlich einer Deutschlandtournee aufgezeichnet wurde.

Im Jahr 2003 debütierte Alessandro Crudele mit dem Orchestra dell’Accademia del Teatro alla Scala und wurde daraufhin sofort zu weiteren Gastdirigaten eingeladen. Demzufolge konnte sich eine zwischenzeitlich sehr regelmäßige Zusammenarbeit mit dieser Institution etablieren.

Zu seinen bislang letzten Engagements zählen die Oper “Il Signor Bruschino“ von Gioachino Rossini in Mailand, das Debüt-Konzert in der Tonhalle Zürich und ein Konzert mit dem Brno Philharmonic Orchestra im Rahmen des Špilberk-Festivals.

Sein Repertoire reicht von Stücken des 17. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Außerdem wird Crudele auch ganz besonders wegen seiner Interpretationen französischer Komponisten des Impressionismus geschätzt, was eine DVD-Produktion mit Werken von Ravel und Debussy belegt.

Alessandro Crudele wurde in Mailand geboren. Dort studierte er am Konservatorium Giuseppe Verdi Violine bei Daniele Gai und erhielt 1997 sein Abschlussdiplom. Zusätzlich studierte er noch Komposition bei Fabio Vacchi. Mit dem Dirigierstudium begann er schon früh und setzte es dann von 1999 bis 2001 bei Gianluigi Gelmetti an der Accademia Chigiana in Siena fort. Dort erhielt Crudele auch mehrere Stipendien und wurde im Jahr 2003 mit der höchsten Auszeichnung der Accademia Chigiana, dem “Diploma d’Onore“, geehrt.

Alessandro Crudele lebt heute in Berlin, wo er von Sir Simon Rattle weitere Anregungen erhält.